Montag, 4. April 2011

Bilder_innen. Kunst auf der Kippe

Der Titel dieser Gruppenausstellung verweist humorvoll auf Fragen der Geschlechtlichkeit von Kunst. Gemeint sind hier natürlich in erster Linie die Kunstschaffenden, welche sich hinter den Werken verbergen. Lassen die Arbeiten Aussagen zur ihrer geschlechtlichen Identität zu und wenn ja, um welche Identität handelt es sich dabei überhaupt? Welche Aspekte sind es, die Rückschlüsse über eine männliche oder weibliche Zuordnung geben? Und ist eine eindeutige Bestimmung überhaupt möglich? Mit solchen Fragestellungen ist das Publikum in der Ausstellung konfrontiert. Es ist dazu eingeladen, sich spielerisch im Schubladendenken zu üben, um dabei möglicherweise genau durch diese Stigmatisierung überführt zu werden.


Das Publikum ist dazu aufgerufen, die Geschlechtlichkeit der Kunstwerke beziehungsweise von deren Autoren zu erraten. Es kann seine Meinung durch farbige Leuchtpunkte zum Ausdruck bringen, die neben die jeweiligen Objekte geklebt werden. Durch den interaktiven Einbezug der Betrachtenden verändert sich die Ausstellung über die Woche und es dürfte spannend sein, zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu kommen, um nachzusehen, ob die eigene Meinung möglicherweise von derjenigen Anderer abweicht. Nicht zuletzt geht es hier aber auch um spannende Arbeiten von weitestgehend (noch) unentdeckten Künstler_innen.



der link zum interview bei coloradio:

http://freie-radios.net/40135




Die Ausstellung wurde kuratiert von: Katja Dannowski (M.A.)


Vernissage:     1. April 2011 / 19.00
Finissage:      9. April 2011 / 19.00




Täglich von 16.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet.













Montag, 28. März 2011

kino gieno screening


Anfang April findet nunmehr das 3. Internationale Kino Gieno Kabaret in Dresden statt (mitmachen erwünscht, Infos und Anmeldung unter: www.kinogieno.de). Aus diesem Anlass hat sich die Kino Gieno-Crew mal wieder vor- und hinter die Kamera gestellt. Zur mentalen Einstimmung wollen sie Euch am 28. März ab 19:00 Uhr im Fischladen (Hoyerswerdaer Straße 36, 01099 Dresden) zur Premiere des neuen Kino-Kabaret-Trailers einladen. Gezeigt werden natürlich auch noch einige andere cineastische Leckerbissen aus den vergangenen Kurzfilm-Workshops und von befreundeten Kino-Gruppen weltweit.

Ihr könnt gern Eure Selbstgedrehten mitbringen, sie dürfen maximal zehn Minuten lang sein und sollten auf DVD vorliegen.






Montag, 14. März 2011

nomadenkino @fischladen

35mm-filmvorführung  "the holy mountain"

von Alejandro Jodorowski 1973
orginal mit dt. Untertiteln.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=HHiA3w6Y3KA

Mitte der 70er Jahre finanzierte Apple-Chef Allen Klein dem chilenischen Surrealisten Alejandro Jodorowsky seinen Nachfolgefilm zu "El Topo" auf Anraten John Lennons:
"The Holy Mountain". Es entstand ein wirrer,
phantasmagorischer Alptraum voller bizarrer Episoden,
satirischer Polemik und eines ständigen, sowohl inhaltlich,
als auch visuell spürbaren Kampf zwischen dem Surrealistischen und dem Realistischen. Noch heute wirkt dieser Geniestreich kraftvoll und erhellend - wenn man ihn zu sehen bekommt.
Nach Streitigkeiten zwischen Klein und Jodorowsky,
beschlossersterer seinen neuen Erzfeind künstlerisch umzubringen,
indem er die Masterbänder verschließt und keiner Publikation
mehr die Rechte erteilt.
So kam es, dass nur noch wenige Länder im Stande wahren, den Klassiker offiziell zu veröffentlichen, darunter Japan und Italien.

Der Film lohnt auf jeden Fall, wird oldschool (35mm) projiziert. Da das Nomadenkino extra aus Berlin anreist, wird eine Kulturbeitrag von 2-3€ Eintritt erbeten.

 

 

Sonntag, 6. März 2011

„LUXUS“

Doppeldenk ist nicht nur ein Neologismus, der aus dem 1947 entstandenen Roman 1984 entstammt. Marcel Baer und Andreas Glauch benutzen diesen Begriff vielmehr als Topos für ihre offensiven Arbeiten, die sich auf den ersten Blick mit ihren unkonventionellen Neonfarben der Pop- und Subkultur bedienen und dadurch eine gewisse Vertrautheit evozieren. Auf den zweiten Blick offenbart sich jedoch eine weitere, eine subversive Lesart. Doppeldenk nutzt die suggestive Kraft vorhandener Symbole, die in ihrem Œuvre meist als Piktogramme oder idealisierte Character dargestellt werden. Im Triptychon Vanitas Vanitatum erfolgt eine Art ästhetische Nivellierung, indem dort verfremdete Zeichen oder Motive in ihrer Bedeutung scheinbar gleichwertig angeordnet werden. Jedoch wohnt in dieser Komposition jene Kraft der Manipulation inne, die dem Leser in Orwells Roman mit voller Kraft entgegenschlägt und die für die heutige, an den massenkulturellen Konsum gekoppelte, Gesellschaft und ihren Erfahrungen durchaus relevante Elemente der Täuschung und der mehrschichtigen Denkweisen bereithält. Symbole werden, wie das Wort Revolution, umgedeutet, zweckentfremdet und erfahren im Kontext derzeitiger Distributionsverhältnisse eine Sinnentleerung. Dementsprechend nutzt die Künstlergruppe Doppeldenk Strategien des Scheins und deren Indifferenzen und fordert - in Manier einer Vanitasdarstellung -  eine erhöhte Aufmerksamkeit des Betrachters. Ihm fällt letztendlich auch die Rolle zu inne zu halten und Lesbarkeiten von Symbolen und ihren kulturell gewachsenen Inhalten aufzudecken und vor allem zu hinterfragen.



Freitag, 4. März 2011

morgen /// 5.3.2011 /// 19.00

interstellare massenverschiebung 

with DopPelDenk im fischladen!!!

 

 

Монгол Улс






































fakten über die mongolei

  • bei drei millionen einwohnern ist die mongolei flächenanteilig fünfmal so gross wie deutschland
  • ulaanbaatar ist die kälteste hauptstadt der welt
  • über die hälfte der bevölkerung ist jüger als 24 jahre alt
  • die wüste gobi ist die fünftgrößte der welt
  • der see huvsgul im norden des landes ist der tiefste see zentralasiens
  • etwa ein drittel der bevölkerung lebt als nomaden, der rest in den städten
  • wichitgste religionen sind der buddhismus und der schamanismus
  • helden: chinggis khan & tschingunjav
  • auf einen einwohner kommen zehn pferde
  • an 260 tagen im jahr scheint in der mongolei die sonne